Wow, der Joachim Gauck ist mal echt ein dankbarer Cartoonkopp. Ich bin ja nun kein begnadeter Karikaturist (echte Zeichner-Königsdisziplin, die haben Andere viel besser drauf), aber den Gauck hab ich glaube ich schonmal ganz gut hinbekommen …
Jedem Jeck sing Pappnas.
Das gefällt der Grafikpolizei.
Doodle Noodle
Dass sich Leute, die in einer Vorlesung oder beim Telefonieren scheinbar sinnlos vor sich hin kritzeln, sich besser konzentrieren sollen können, hat eine Studie , an der die US-amerikanische Psychologin Jackie Andrade mitwirkte, ergeben. Klingt für mich plausibel, weil ich auch so gern kritzel. Andere Psychologen sagen auch, dass die Kritzeleien viel über die psychischen Befindlichkeiten aussagen können, beispielsweise Position und Zeichenrichtung der Kritzeleien: Ein Bild in der unteren rechten Ecke deutet auf mangelndes Selbstbewusstsein hin; Einer, der von links nach rechts kritzelt, ist ein Schöngeist. Oder einer, der gradlinige Muster oder Häuschen malt, ist ein rationaler und kühler Rechner, Kringel oder Spiralen, die von innen nach außen laufen, weisen auf unterdrückte Leidenschaft und Pläne hin. Das klingt mir nun wieder nicht wenig nach Graphologie und ähnlicher psychologischer Kaffeesatzleserei, also nicht so ganz plausibel für mich.
Egal. Gestern fand der Öffentlichkeitsarbeitskreis der Waldorfschule ausgerechnet im Raum für den katholischen Reliunterricht statt. Keine Ahnung, ob das unterdrückte Leidenschaft oder leise atheistische Rebellion war, aber bei dieser Geballtheit an irrationalen Überzeugungssystemen auf einem Haufen konnte ich anscheindend nicht anders, als das hier neben diversen Spiralen, Kringeln usw. von links nach rechts und wieder zurück zu kritzeln:
Ich hätte es gerne noch auf die Tafel gemalt (dann wäre sicher vor Schreck der Putz von der Wand gerieselt), aber dazu hatte ich keine Zeit mehr.
Ramen.
Harten –> Garten.
Bei uns ist – wie jedes Jahr, wenn es mal richtig kalt ist – die Wasserleitung zugefroren. Schon seit Tagen. Wobei – nein – stimmt nicht ganz. Im Bad ist eine Leitung offen, und zwar die für’s kalte Wasser natürlich. Welche auch sonst. Ich bin wirklich kein ausgesprochener Warmduscher, aber das ist selbst mir unangenehm. Das Bad selbst hat keine Heizung und zwei Außenwände, was bedeutet: der Wurm schrumpft beim Betreten des Sanitärraumes auf eine Größe nah an der Unsichtbarkeit, die ein gründliches Waschen fast unmöglich macht. Das Rasieren macht auch nicht so viel Freude wie sonst, weil sich die Rasiercreme kaum aus dem Rasierhobel spülen lässt.
Und jetzt muss ich da wieder rein.
SPARTA!
Gans tief drin. Nix für Veggies.
Weihnachten 2008. Wie jedes Jahr gibt es bei uns am 1. Weihnachtfeiertag eine – vom freilaufenden Gänsezüchter um die Ecke erworbene – jut jebratete Jans (weil dat eine joldende Jabe Jottes ist)
Und weil der Grafikpolizist immer eine Kamera am Start hat, dachte er sich, als er so das Gekröse rausholt und in die Gans hineinblickt: »Och kuck mal, das sieht ja interessant aus, ganz wie bei Gigers im Wohnzimmmer. Fotografiere ich doch einfach mal in den Gänsearsch rein, mal sehen, was Leckeres dabei herauskommt.«
Das Weib meinte nur dazu: »Du bist bescheuert.« Das Kind: »ROFL!«
Und wer Bock hat, darf sich an dem Bild austoben und Gigers Wohnzimmer mal mit Accessoires füllen (Couch, Fernseher, Hund, Bilder an der Wand usw.). Viel Spaß
Die Ergebnisse könnt ihr ja in der Kommentarspalte verlinken oder mir schicken. Ich poste sie dann beizeiten.
Ich träume auch immer einen Scheiß …
Aah, ich habe den alten Text des Traums gefunden, den ich vor Jahren mal aufgeschrieben habe (die alten macnews.de-Forumsteilnehmer werden sich erinnern, und »teamnullvier« erwähnte ihn ja schon im Kommentar zu dem Traum neulich). Den kann ich auch der Blogleserschaft nicht vorenthalten:
Vielleicht lags an den 3 Bratswürstchen vom Plus (unter Schutzatmosphäre verpackt), die mir schwer im Magen lagen, jedenfalls hatte ich folgenden merkwürdigen Traum:
Ich bin zu einem größeren Forumstreffen an den Niederrhein gefahren, denn Freund Uwe hatte dazu eingeladen. Merkwürdigerweise war die an sich eher flache niederrheinische Gegend in meinem Traum sehr hügelig, um nicht zu sagen, bergisch. Und am Meer, die Niederlange gab es nicht (So ist das in Träumen, immer wird was dazu- oder weggeschummelt. Wunschdenken, glaube ich, denn Nähe zum Meer und Hügel daneben ist in meinen Augen die perfekte Kombination.)
Das Treffen fand überraschenderweise im Hause von Uwes Eltern statt, denn er wohnte noch dort und zeigte uns allen zuerst mal sein todschickes Jugendzimmer. Ein Jugendzimmer, das schwer nach 70er-Jahre-Albtraum aussah und heute wieder state of the art ist; Makramee-Eule, Cord-Schlafcouch, braune Wände, orange-braune Tapete mit Amöbenmuster, dunkelbraune Schneider-Kompaktanlage, Papierkugellampe, Klappzahlenwecker usw.
Uwes kleinwüchsige Halbgeschwister mit Down-Syndrom verteilten an alle aus einem großen Sack Modeschmuck-Armbändchen mit Applelogo auf buntem Strass, um – wie sie sagten – »die Community zu stärken«. Schräg, dachte, aber ich habe mir auch eins ums Handgelenk gelegt. Sah trotz seiner Schrägheit aber dennoch sehr kleidsam aus und war mal was anderes als immer nur die langweiligen T-Shirts mit »mactreffen Hassenichgesehen zwotausendhmpfzig«.
Viele Forumsmitglieder waren schon da und feierten, den größten Teil kannte ich aber noch nicht. Das war auch erstmal zweitrangig, denn ich hatte den ganzen Tag schon einen ziemlich üblen Harndrang, und der einzige Abort – ein sehr strange aussehendes dunkelbraunes Behindertenklo und schräg davor rechts und links ein Miniaturklöchen (für die kleinwüchsigen Halbgeschwister mit Down-Syndrom, vermutete ich) – war andauernd besetzt, und Truth meinte: “Ach Kumi, geh einfach durch den Garten nach oben auf den Hügel in den Wald, da kannste in aller Ruhe Pipi machen.”
Ging aber auch nicht, weil der Wald voller Zelte stand, eins neben dem anderen (einige aus glänzendem Leder – WTF!?) und hinter jedem Baum ein christlicher Jugendlicher und sein heiliger Betreuer beim Beten (ja, beim Beten, ihr Ferkel). Es war das KJG-Bundesjahrestreffen mit Musik, Workshops, einer Menge Alkohol und Weit-/Hochpisswettbewerben. Keine Frauen. Ein besoffener Frommer beispielsweise konnte durch die Kraft des Gebets mindestens 6 m hoch pissen. Hut ab vor dieser Leistung, aber in solch einer Gesellschaft wollte ich nun doch nicht gesehen werden, geschweige denn den Wurm rausholen. Also wieder zurück ins Haus!
Scheiße, immer noch besetzt! Also wartete ich, bis die Toilette endlich frei wurde. Der Rest ging dann auch sehr fix und ich konnte dann auf diesem unbequemen Pott sitzpinkeln und abtupfen, mit den Füßen auf dem Miniklo …
Nach dem Wasserlassen schnappte ich mir ein Bier, ging ich ins Wohnzimmer, um mich dann in aller Ruhe umzuschauen. Alle waren da; Tempo, der Gevatter (mit eigener Kiste Nittenauer Bier auf dem Rücken), aljen mit einem Haufen Kameras, chrisB, Falkonos, kt007, Mactivity, Carlitos usw., die einem Kapellchen der örtlichen Behindertenwerkstatt lauschten, das auf mundgemachten Instrumenten Metallica-Interpretationen spielte, dirigiert von StefanK. Interessant …
Mein Freund und Frisör Michael kam als Letzter, sah aber dafür richtig Scheiße aus, weil er vor der Party noch kurz beim Frisör war. Fies angeklatschte sämige Hängehaare mit schmierigem Mergel drin, unglaublich. Keine Referenz für seinen Salon. Ich wuselte erst einmal ordentlich mit beiden Händen in Michaels Haar herum, um das wieder in Ordnung zu bringen, zum Applaus aller Beistehenden, die die Frisur auch ziemlich Scheiße fanden.
Als ich dann mit Schrecken bemerkte, daß ich zu einem Mac-Forumstreffen ohne MacBook, Festplatten und iPhone gefahren war, bin ich schreiend aufgewacht.
Und als Allererstes aufs Klo gerannt
Aktion sauberer Zug.
Vor einer Weile fotografierte ich dieses von einem Heranwachsenden zurückgelassene Stück Eddingkunst in der Bummelbahn nach Wuppertal. Lustig irgendwie, denn auch wenn der junge Künstler dies weniger im Sinn hatte: es könnte auch das Motto des Betreibers der Regionalbahn zwischen Wuppertal und Solingen sein.
In eigener Sache:
Ich hab grad mächtig zu tun, komme also kaum zum bloggen. Ich gelobe aber Besserung und versuche zwischendurch immer mal was zu schreiben.
Unshaved Potatoes
Ich:
»Meine Süße?«
Weib:
»Ja?«
Ich:
»Was issen das fürn Topf hier hinten in der Ecke?«
Weib (schnell die Küche verlassend):
»Ich weiß nicht, wovon du sprichst!«
Ich öffne den Topf …







