Waschen. Schneiden. Bringen.

Letzte Woche habe ich mir von meinem Leib- & Magenfrisör mal wieder das graue Haupthaar stutzen lassen.

»Du hast jetzt einen ganz wunderbaren Messerschnitt. Hat nicht jeder.«

»Wow, ein Messerschnitt. Sieht man das?«

»Nö.«

Apropos »Messerschnitt«, wollte ich dann wissen, ob er mir nicht seinen neuen elektrischen Kabinenroller zeigen könne, den er sich vor ein paar Tagen zugelegt hatte.

»Nicht nur das, ich bringe dich auch noch gratis ins Büro«

Das tat er auch, und zwar in dieser flotten Renault-Maschine:

Absolut geiles kleines Spaßmobil, super für die Stadt. Ich kann mir vorstellen, dass bald sehr viele von den Biestern in den Cities rumgurken. Nachteil: im Winter zieht’s ein bisken.

Twizy bei Renault

FDP II: Nur nochmal zur Kenntnisnahme …

Nur nochmal zur Kenntnisnahme, welche Sorte Zeitgenosse ich meinte mit meinem FDP-Posting letztens:

Meine Omma hätte mich blond und blau geschlagen, wenn ich so vor die Tür gegangen wäre.

Ich mein … so präsentiert man sich doch nicht, wenn man bürgernah rüberkommen möchte. Und was macht der da mit seinen Fingern? »Meiner könnte so groß sein, aber ich muss das eben schnell noch kompensieren.«, »Ich hab noch mehr davon … hinter dem Haus.«, Fotograf: »Geben Sie sich ganz natürlich und zeigen Sie mal hier hin, mal dort hin. Das soll dem Wähler sagen, dass sie genau wissen, wo ’s lang geht (Lol, der macht das wirklich *hinter-vorgehaltener-hand-prust*)«.

Schicke Uhr, by the way.

Na endlich! Die Mondsoldaten haben es geschafft! Das Album ist da.

Manche Fans (die beim Schauen des Films den typischen Laibachsound irgendwie vermisst haben) sagen jetzt schon hinter vorgehaltener Hand, dass das Krautfunding-Projekt »Das Leben der Mondsoldaten« der wahre IRON SKY Soundtrack sei. Dem kann ich zustimmen, zumal das Album – das von meiner Cover-Illu geziert wird – jetzt endlich endlich erhältlich ist. Falkonos hat hier mit Fungus Rock eine ganz große Geschichte hingelegt, auf die er stolz sein kann (abgesehen davon, dass er schon den deutschen Text der offiziellen Mondhymne für IRON SKY geschrieben hat)

Das Leben der Mondsoldaten bei Amazon

Das Leben der Mondsoldaten im iTunes-Store

Und demnächst auch im Store von IRON SKY.

Mehr Informationen:

ironsky-blacksun

grenzerfahrungen

Twitter

: IKONEN :, das Magazin für Kunst, Kultur und Lebensart, schreibt zu Leben der Mondsoldaten:

»Insgesamt kann man dieses Projekt als bislang einzigartig bezeichnen, denn es zeugt nicht nur vom Kultpotential des Films IRON SKY, sondern erfüllt zugleich ein Versprechen, das der Film selbst gar nicht erfüllt (…)
Er nimmt die irrwitzige Idee vom Leben auf dem Mond ernst! Insofern ist diese liebevolle Zusammenstellung nicht nur homogener als das eklektizistische Soundtrackalbum von Laibach, sondern auch intensiver und stärker. DAS LEBEN DER MONDSOLDATEN ist ein auditives Science-Fiction-Epos zwischen dunkler Schönheit, Monumentalität und Irritation.«

Liebe NRW-FDP (Untergruppe Remscheid),

Wenn man gewählt werden und zu diesem Behufe sympathisch rüberkommen möchte, dann ist man gut beraten, zum Straßenwahlkampf Mitglieder hinzustellen, die nicht rüberkommen wie Typen, die auf agile Banker mit geliertem Haar machen, in Wirklichkeit aber den Typ »schmierigster Gebrauchtwagenverkäufer mit Eurozeichen in den Augen, der seine eigene Omma verkaufen würde« abgeben.

Das ist kontraproduktiv.

Nicht, dass euch, liebe NRW-FDP, überhaupt jemand wählt außer ihr selbst, aber nehmt doch bitte wieder die BWL-Nerds in Pullunder und Cord. Mit denen will man zwar auch keinen Sex haben, aber die kucken immer so mitleiderregend in die Welt hinaus, dass man sie knuddeln möchte. Wie Hundewelpen, die aus der Ferne oder von anderen süß sind, aber die man dann doch nicht will, weil sie einem die Hütte vollkacken.

Nehmt bitte wieder die. Die sehen einfach okayer aus.

Quelle: bulbish.com

And the golden Tombstone goes to …

Das Goldene Brett hat Peter-Arthur Straubinger für seinen sog. Dokumentationsfilm »Am Anfang war das Licht« ja schon verdientermaßen abgeräumt und mit Humor und Esprit (ich würde eher behaupten: Zynismus) entgegengenommen. Ein Film, der die Esoterikmethode der »Lichtnahrung« beweihräuchert und solch hochgefährliche Gurus wie Jasmuheen (aka Ellen Greve), Hira Ratan Manek oder andere manipulative Scharlatane zu Wort kommen lässt.

Das Lichtfasten an sich und ein Film darüber könnten ja für den durchschnittlichen Skeptiker ganz witzig sein, und man könnte es als bekloppten Eso-Unfug abtun, hätte Prana bzw. Breatharianismus (so nennt man das Lichtfasten im Esosprech ebenfalls), ja, hätte diese Methode nicht bereits körperlich schwer Geschädigte und sogar Todesopfer gefordert.

Jetzt kann sich P. A. Straubinger ebenfalls in die Reihe derer stellen, die bereits durch esoterisches Gebrabbel und Pseudomedizin den ein oder anderen ins kühle Grab gebracht haben, denn zeigte sich eine Schweizerin namens Anna Gut (Name geändert) so begeistert von dem Lichtmampfstreifen und dem, was Frau Greve darin so von sich gibt, dass sie sich über Wochen zu Tode gehungert hat, wie der Schweizer Tagesanzeiger in einem ausführlichen Artikel berichtet. Da ich – vorsichtig gemutmaßt – keine suizidale Absicht dahinter sehen kann, komme ich zu dem Schluss, dass Frau Gut – von Straubingers Film motiviert – in ihrer Leichtgläubigkeit in den Tod getrieben wurde.

Den von mir vorhin erfundenen* Preis des »Goldenen Grabsteins für Tote durch Esoterik« hat Straubinger mit bisher nur einer Leiche sicher noch nicht verdient (da muss er sich erst einmal bei den Spinnern von der »Germanischen Neuen Medizin« und deren Favorite Serial Killer Ryke Geerd Hamer, oder beim »Krebsarzt« Dr. Matthias R. ganz weit hinten anstellen.), aber ein sicherer Anwärter für 2012 wäre er schon, denn vielleicht bleibt es ja nicht bei einer Toten (allerdings könnte in der Kategorie »Bekanntheitsgrad« durchaus noch ein Preis drin sein).

Hauen Sie ’rein, Herr Straubinger, die Bodycountskala ist nach oben offen.

Es ist zum Kotzen.

* ich sag mal ganz vorsichtig »erfunden«, wahrscheinlich war schon einer schneller als ich.

Weiterführende Links:

Tagesanzeiger

GWUP-Blog

esowatch

kritisch gedacht

Wie man es sich mit Stralsunder Tankstellenkassiererinnen versaut.

Sorry, kam nicht zum Posten, aber jetzt geht ’s wieder.

Auf der Fahrt nach Rügen kamen wir kurz vor dem Damm in Stralsund bei einer Tanke vorbei, bei der wir noch eben mal vollmachen wollten. Dies taten wir und ich ging in den Shop, des Löhnens wegen.

Als ich aber mit dem Kuli in der Hand da stand und darauf wartete, den Bon für die Kreditkartenzahlung zu unterzeichnen, fiel mein Blick direkt vor mir auf die aktuelle BILD mit dem Konterfei der schlimmen Margot, der Ehefrau des letzten Diktators Deutschlands. Da ging es wohl um den Film, in dem sich die schlimme Margot unbelehrbar, uneinsichtig und subfontanell unjustiert zeigte.

Ich konnte nicht anders.

Es zog meine Hand magisch zur BLÖD.

Ich malte Margot ein Hitlerbärtchen.

Quelle Original: NDR

Zufrieden blickte ich auf und sah ich die Kassiererin an.

Die Kassiererin starrte mich an.

Und sprach: »Wat solln dat?«

»Ich konnte nicht anders. Aber sieht doch jetzt viel besser aus. Oder?«

»Dit geht aber nich.«

»Nicht?«

Hatte ich jetzt Margot Honecker, den Führer, oder Springer beleidigt? Komisch, denn ich kann herzhaft darüber lachen, wenn einer ein Hitlerbärtchen gemalt bekommt, sei es Johannes Heesters oder ein Christian Ströbele, da bin ich ganz entspannt und da kommt mir eine Margot Honecker gerade recht.

»Schlimm? soll ich noch ein paar Schnörkel dranmalen? Dann sieht sie aus wie Hercule Poirot.«

»Wie soll ichn dit verkaufen? Dit kauft doch keiner mehr.«

Ach so, um den Mammon gings. Dann konnte es auch bei Hitler bleiben.

»Doch doch, das kauft ganz sicher noch einer. Einer findet das lustig. Bestimmt.«

Sie war offenbar misstrauisch. Hatte sicher schon schlechte Erfahrung mit spontaner Kunst gehabt.

»Nä, dit kauft keiner mehr, dit müssen Sie jetzt bezahlen.«

Ich hab bezahlt, aber die BILD mit meinem Kunstwerk liegen lassen, für die Allgemeinheit. Soweit kommts noch, dass ich der Öffentlichkeit eine solche Provokation vorenthalte.