Gans tief drin. Nix für Veggies.

Weihnachten 2008. Wie jedes Jahr gibt es bei uns am 1. Weihnachtfeiertag eine – vom freilaufenden Gänsezüchter um die Ecke erworbene – jut jebratete Jans (weil dat eine joldende Jabe Jottes ist)

Und weil der Grafikpolizist immer eine Kamera am Start hat, dachte er sich, als er so das Gekröse rausholt und in die Gans hineinblickt: »Och kuck mal, das sieht ja interessant aus, ganz wie bei Gigers im Wohnzimmmer. Fotografiere ich doch einfach mal in den Gänsearsch rein, mal sehen, was Leckeres dabei herauskommt.«

Das Weib meinte nur dazu: »Du bist bescheuert.« Das Kind: »ROFL!«

Und wer Bock hat, darf sich an dem Bild austoben und Gigers Wohnzimmer mal mit Accessoires füllen (Couch, Fernseher, Hund, Bilder an der Wand usw.). Viel Spaß :-)

Die Ergebnisse könnt ihr ja in der Kommentarspalte verlinken oder mir schicken. Ich poste sie dann beizeiten.

Ich träume auch immer einen Scheiß …

Aah, ich habe den alten Text des Traums gefunden, den ich vor Jahren mal aufgeschrieben habe (die alten macnews.de-Forumsteilnehmer werden sich erinnern, und »teamnullvier« erwähnte ihn ja schon im Kommentar zu dem Traum neulich). Den kann ich auch der Blogleserschaft nicht vorenthalten:

Vielleicht lags an den 3 Bratswürstchen vom Plus (unter Schutzatmosphäre verpackt), die mir schwer im Magen lagen, jedenfalls hatte ich folgenden merkwürdigen Traum:

Ich bin zu einem größeren Forumstreffen an den Niederrhein gefahren, denn Freund Uwe hatte dazu eingeladen. Merkwürdigerweise war die an sich eher flache niederrheinische Gegend in meinem Traum sehr hügelig, um nicht zu sagen, bergisch. Und am Meer, die Niederlange gab es nicht (So ist das in Träumen, immer wird was dazu- oder weggeschummelt. Wunschdenken, glaube ich, denn Nähe zum Meer und Hügel daneben ist in meinen Augen die perfekte Kombination.)

Das Treffen fand überraschenderweise im Hause von Uwes Eltern statt, denn er wohnte noch dort und zeigte uns allen zuerst mal sein todschickes Jugendzimmer. Ein Jugendzimmer, das schwer nach 70er-Jahre-Albtraum aussah und heute wieder state of the art ist; Makramee-Eule, Cord-Schlafcouch, braune Wände, orange-braune Tapete mit Amöbenmuster, dunkelbraune Schneider-Kompaktanlage, Papierkugellampe, Klappzahlenwecker usw.

Uwes kleinwüchsige Halbgeschwister mit Down-Syndrom verteilten an alle aus einem großen Sack Modeschmuck-Armbändchen mit Applelogo auf buntem Strass, um – wie sie sagten – »die Community zu stärken«. Schräg, dachte, aber ich habe mir auch eins ums Handgelenk gelegt. Sah trotz seiner Schrägheit aber dennoch sehr kleidsam aus und war mal was anderes als immer nur die langweiligen T-Shirts mit »mactreffen Hassenichgesehen zwotausendhmpfzig«.

Viele Forumsmitglieder waren schon da und feierten, den größten Teil kannte ich aber noch nicht. Das war auch erstmal zweitrangig, denn ich hatte den ganzen Tag schon einen ziemlich üblen Harndrang, und der einzige Abort – ein sehr strange aussehendes dunkelbraunes Behindertenklo und schräg davor rechts und links ein Miniaturklöchen (für die kleinwüchsigen Halbgeschwister mit Down-Syndrom, vermutete ich) – war andauernd besetzt, und Truth meinte: “Ach Kumi, geh einfach durch den Garten nach oben auf den Hügel in den Wald, da kannste in aller Ruhe Pipi machen.”

Ging aber auch nicht, weil der Wald voller Zelte stand, eins neben dem anderen (einige aus glänzendem Leder – WTF!?) und hinter jedem Baum ein christlicher Jugendlicher und sein heiliger Betreuer beim Beten (ja, beim Beten, ihr Ferkel). Es war das KJG-Bundesjahrestreffen mit Musik, Workshops, einer Menge Alkohol und Weit-/Hochpisswettbewerben. Keine Frauen. Ein besoffener Frommer beispielsweise konnte durch die Kraft des Gebets mindestens 6 m hoch pissen. Hut ab vor dieser Leistung, aber in solch einer Gesellschaft wollte ich nun doch nicht gesehen werden, geschweige denn den Wurm rausholen. Also wieder zurück ins Haus!

Scheiße, immer noch besetzt! Also wartete ich, bis die Toilette endlich frei wurde. Der Rest ging dann auch sehr fix und ich konnte dann auf diesem unbequemen Pott sitzpinkeln und abtupfen, mit den Füßen auf dem Miniklo …

Nach dem Wasserlassen schnappte ich mir ein Bier, ging ich ins Wohnzimmer, um mich dann in aller Ruhe umzuschauen. Alle waren da; Tempo, der Gevatter (mit eigener Kiste Nittenauer Bier auf dem Rücken), aljen mit einem Haufen Kameras, chrisB, Falkonos, kt007, Mactivity, Carlitos usw., die einem Kapellchen der örtlichen Behindertenwerkstatt lauschten, das auf mundgemachten Instrumenten Metallica-Interpretationen spielte, dirigiert von StefanK. Interessant …

Mein Freund und Frisör Michael kam als Letzter, sah aber dafür richtig Scheiße aus, weil er vor der Party noch kurz beim Frisör war. Fies angeklatschte sämige Hängehaare mit schmierigem Mergel drin, unglaublich. Keine Referenz für seinen Salon. Ich wuselte erst einmal ordentlich mit beiden Händen in Michaels Haar herum, um das wieder in Ordnung zu bringen, zum Applaus aller Beistehenden, die die Frisur auch ziemlich Scheiße fanden.

Als ich dann mit Schrecken bemerkte, daß ich zu einem Mac-Forumstreffen ohne MacBook, Festplatten und iPhone gefahren war, bin ich schreiend aufgewacht.

Und als Allererstes aufs Klo gerannt ;-)

Aktion sauberer Zug.

Vor einer Weile fotografierte ich dieses von einem Heranwachsenden zurückgelassene Stück Eddingkunst in der Bummelbahn nach Wuppertal. Lustig irgendwie, denn auch wenn der junge Künstler dies weniger im Sinn hatte: es könnte auch das Motto des Betreibers der Regionalbahn zwischen Wuppertal und Solingen sein.

In eigener Sache:

Ich hab grad mächtig zu tun, komme also kaum zum bloggen. Ich gelobe aber Besserung und versuche zwischendurch immer mal was zu schreiben. :-)

Dreams i’ll (better) never see

Ich hatte einen Traum heute Nacht, den ich schnell noch niederschreiben muss, bevor er wieder verschwindet.

Ich besuchte meine alte Freundin Petra in Düsseldorf, um mit ihr und ein paar Kollegen auf ein Live-Konzert zu gehen (eigentlich waren es zwei, zwischen denen wir uns noch entscheiden mussten: Red Hot Chili Peppers oder irgendwas mit B). Ich kam also bei Petra an, die im Traum Uhrmacherin – im Real Life macht sie in Lederdesign – speziell für alte Wanduhren war. Diese reparierte sie sehr mondän auf einer Récamière oder Chaiselongue im Liegen.

Nun wollten wir aber zum Konzert, aber die Kollegen trieben uns vorher noch in ein japanisches Vergnügungszentrum für Kinder. Design des Hauses siehe schräge japanische Fernsehshows, das nur am Rande. Überall saßen und tollten kleine Japanerblagen herum, auf Spielgeräten turnend oder in Ballbecken herumwuselnd, meist aber mit Fingerfarben die Wände bemalend. Fand ich ganz lustig und schaute mir das Treiben so an, bis ein kleines Mädchen meinte, ich sollte unbedingt noch in den »Saal der sich schämenden Katzen« gehen, das müsse man gesehen haben.

Das Mädchen führte mich dorthin, ich öffnete das Portal und tatsächlich: in dem holzvertäfelten und mit mehreren Kronleuchtern illuminierten Saal saßen in Regalen rundherum jede Menge Katzen, eine hässlicher als die andere. Mal völlig verfettet, mal dürr und fadenscheinig, mal räudig und verwarzt, mal mit 2 Köpfen oder einem fünften Bein. Außer der allgemeinen Hässlichkeit hatten sie auch gemeinsam, dass sie sich alle eben der Entstellungen offensichtlich schämten. Wie man sich halt so schämt: Pfote vorm Gesicht oder wegdrehen bei Blickkontakt.

Darunter gab es eine, die ganz besonders scheußlich war. Glatzköpfig und segelohrig machte sie Gesten, die ich erst nicht verstand, bis die Katze neben ihr meinte: »Du sollst sie hinter der Ohren kraulen, Idiot.« Das tat ich und bereute es sogleich, denn meine Finger kraulten durch fiesen Schrund, der sich tief und grindig hinter den Segelohren der Katze gebildet hatte, und während des Kraulens mergelten helle Schuppen und Brocken auf das Regalbrett und meine Ärmel, während das fiese Viech breit grinste. Würg.

Ich verließ verstört den Saal der sich schämenden und hinterhältigen Katzen, traf wieder auf Petra, um ihr das Erlebte zu berichten, wachte aber auf, nicht ohne zu sagen: »Was war das denn bitte für ein Scheiß?«

Ich hatte vorher »Wickie und die starken Männer« gesehen, daran kann es nicht gelegen haben, da kamen keine Katzen vor …

PS: Marc, dein Paket ist angekommen und ich freue mich sehr. Aber die Süßigkeiten hätten schon gereicht, ehrlich :-)

Waaaaah! Limbo! Scheiße, ist das gruselig!

Mich schaudert geradezu, auch während ich dies niederschreibe, denn das – meine zahlenmäßig geringe Leserschaft – das ist so ziemlich das gruseligste, makaberste, schwärzeste Spiel, das ich (eben erst bei einem Freund entdeckt) seit langem gespielt habe: LIMBO.

Eigentlich von der Machart ein normales Jump & Run, aber atmosphärisch und grafisch ähnlich packend wie das wunderbare Machinarium. LIMBO kommt so gut wie ohne Musik aus und lebt allein von den körnig-unscharf-schrägen Schwarzweiß-Bildern und den fiesen Geräuschen. Man spielt einen kleinen Jungen, der in einem unheimlichen Wald aufwacht und nun seine Schwester suchen muss. Dabei muss er klettern, springen und diversen tödlichen Fallen ausweichen oder sich vor den Riesenspinnen in Acht nehmen (man könnte durchaus die Theorie aufstellen, dass ein Arachnophiler über dieses Spiel zum Spinnenphobiker wird. Ich mag Spinnen, aber hier habe ich mich schon eingenässt, wenn ich nur das Bein einer Spinne ins Bild ragen sehen bzw. das Geräusch des Viechs gehört habe). Auch kann man sich diverser Gegenstände und der spieleigenen Physik bedienen, um Fallen zu umgehen oder Rätsel zu knacken.

Ich bin erst am Anfang, aber schon derart durchgegruselt, dass ich heute abend im Bett unbedingt etwas Fröhliches lesen, sehen oder hören muss, sonst komme ich nicht in den Schlaf. Aber ich muss nicht noch extra sagen, dass ich die Illustrationen liebe, oder? Doch: Ich liebe die Illustrationen. Wunderschön.

Wer also rabenschwarze Spiele mag, eine Bildsprache ähnlich des deutschen Expressionismus gut findet und sich nicht scheut, kleine Jungs auch mal in blutig tödliche Fallen laufen zu lassen, der hat seinen Spaß an LIMBO. Unbedingt empfehlenswert! LIMBO gibts für Konsole, Mac und Windows.

Vielen Dank für Information Ihre.

Na, da muss ich doch wohl meine Daten laden werden. Nachdem ich.

Neuen 2012 Wichtige Updates !

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By grafikpolizei Veröffentlicht in Dies & Das Getaggt mit