Das Gerochene ungerochen machen.

Wenn wir aus dem Urlaub kommen, erwarten wir in der Regel den Duft unseres Heims, irgendwie nach Büchern und Holz riecht es bei uns.
Gestern allerdings begrüßte uns ein Gemüffel eher zwischen Fäulnis und Verwesung aus Richtung Küche, total ekelhaft. Wir versuchten dann, erst einmal die Quelle einzugrenzen: Irgendwelche Essenreste in Töpfen vergessen? Nein. Im Herd? Nö. Siphon vom Abfluss trockengelegt? Auch nicht. Irgendwelche fremden Tiere hinter Schränken verendet? Nein.
Bis ich heute morgen dann schnüffelnd durch die Küche kroch und irgendwann die Quelle hinter dem Kühlschrank ausmachte. Den schob ich von der Wand weg, schaute in den Verdunster und sah …

Dinge, die niemand je sehen, riechen darf und die nie ausgesprochen werden sollten.

Dem Weibe ist mal vor einiger Zeit ein Paket Nudeln hinter den Kühlschrank gefallen, ein Teil davon in den Verdunster, wo sie – dank Feuchtigkeit und Wärme – alsbald ein schmierig böses Eigenleben entwickeln und die Versklavung der Menschheit planen konnten.

Doch ich habe nicht lang gezögert und dem Unheil mit Essig, Chlorreiniger und Vernichtungswillen ein Ende bereitet. Ihr, meine Leser, solltet mir auf ewig dankbar sein, denn euch blieb unfassbarer Horror erspart.

Kuehlschrank

Das nach nur einer Woche Abwesenheit. Nicht auszudenken, was geschehen wäre, hätten wir noch eine Woche auf Rügen verbracht.

Kind kaputt. Nerds funktionieren.

Der jugendliche Kind hat sich mit einem Kumpel zum Longboardfahren verabredet. Kurz drauf ruft der Kumpel noch mal an und schlägt vor, sich lieber vor die Glotze zu setzen und Playse zu daddeln.

Kind: »Nix. Ich will raus, an die frische Luft. Ich will mit dem Longboard fahren und nicht vor der Glotze hängen.«

Dies registriere ich mit Erstaunen (und auch ein wenig Stolz) und erzähle es den lieben Kollegen (im folgenden »K« genannt), die nicht zögern, das wie folgt zu kommentieren:

K1: »Tja, Kind kaputt. Wie alt ist der denn?«

Ich: »Fünfzehn.«

K1: »Dann isser knapp über der Garantie. Pech.«

Ich: »Dann wird das wohl nichts mehr mit Rückgabe und Umtausch …«

K2: »Haste mal neue Treiber installiert?«

K1: »Oder mal versucht, den aus- und wieder einzuschalten?«

Heute abend werde ich mal versuchen, den großen roten Resetknopf am Hinterkopf zu treffen.
Ganz würdevoll natürlich.