Bier vonne Küste.

Als ich neulich mit der Familie zur nötigen Urlaubsverschickung auf Rügen weilte, lernte ich ein richtig leckeres Bier kennen, von dem ich mir auch das ein oder andere Gebinde mit nach Hause nahm: Das Störtebeker der Stralsunder Brauerei.

Mein Lieblingsbier (und das von Herrn Rockabillig) war immer das der Schwelmer Brauerei. Delikatestes Gerstenbräu das. Das aber hat sich aber leider mit der Pleite des letzten alteingesessenen Brauhauses in unserer Gegend leider erledigt. Schade, dass man hierzulande lieber Veltins-, Warsteiner- oder Bitburgerplörre soff, statt – wie es sich gehört – örtliche Brauereien zu supporten, die deutlich besseres Bier brauten als die vorgenannten. Die ehemaligen Brauer versuchen jetzt mit einer Dortmunder Brauerei einen Abklatsch des beliebten Bernsteinbieres aufzulegen, aber ob das gelingt, ist leider fraglich.

© Stralsunder Brauerei
Nun waren die letzten Reserven des Heimatbieres schnell ausgetrunken und wir fragten uns, ob es den einen adäquaten Ersatz für das gute Schwelmer gäbe. Und den fand ich auf Rügen. Die Sixpacks sprachen mich schon gestalterisch an und so probierte ich die »Schatzkiste«. Fazit: Lecker! Vom süßlich-malzigen bis zum herben Starkbier alles dabei, was einem Biertrinker gefallen kann. Dem Kinde schmeckte auch das alkoholfreie »Freibier«. Und ich dachte: Menno, warum gibts das nicht auch bei uns?

Das frug ich gestern einen Mitarbeiter des akzenta-Getränkemarktes (ein Getränkeladen, in dem man eigentlich zu ziemlich alles kriegen kann, was die deutsche Bierlandschaft so hergibt, aber auch eine sehr gute Weinauswahl bietet):
»Sagen Sie mal, warum haben Sie eigentlich kein Störtebeker im Sortiment?«
»Warum wir das nicht hatten, kann ich Ihnen auch nicht sagen, aber ich bin schon seit einer Weile hinter dem leckeren Zeug her und ab Januar bekommen wir die Sixpacks, und im Laufe der Wochen danach auch Kisten. Gut, ne?«
»Astreiner Mann! Gesegnet seien Sie. Das ist ja schön.«

Wenn schon die bergische Heimat kein Bier mehr bringt, muss eben die Wahlheimat herhalten. Und da ich Flensburger Wurzeln habe, die deutsche Küste im allgemeinen und besonders die der Ostsee liebe, kommt mir das Bier gerade recht. Hoffentlich schmeckts dem Herrn Rockabillig auch (und den anderen Eingeborenen aus dem langen Tal der Wupper).

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