Ich träume auch immer einen Scheiß …

Aah, ich habe den alten Text des Traums gefunden, den ich vor Jahren mal aufgeschrieben habe (die alten macnews.de-Forumsteilnehmer werden sich erinnern, und »teamnullvier« erwähnte ihn ja schon im Kommentar zu dem Traum neulich). Den kann ich auch der Blogleserschaft nicht vorenthalten:

Vielleicht lags an den 3 Bratswürstchen vom Plus (unter Schutzatmosphäre verpackt), die mir schwer im Magen lagen, jedenfalls hatte ich folgenden merkwürdigen Traum:

Ich bin zu einem größeren Forumstreffen an den Niederrhein gefahren, denn Freund Uwe hatte dazu eingeladen. Merkwürdigerweise war die an sich eher flache niederrheinische Gegend in meinem Traum sehr hügelig, um nicht zu sagen, bergisch. Und am Meer, die Niederlange gab es nicht (So ist das in Träumen, immer wird was dazu- oder weggeschummelt. Wunschdenken, glaube ich, denn Nähe zum Meer und Hügel daneben ist in meinen Augen die perfekte Kombination.)

Das Treffen fand überraschenderweise im Hause von Uwes Eltern statt, denn er wohnte noch dort und zeigte uns allen zuerst mal sein todschickes Jugendzimmer. Ein Jugendzimmer, das schwer nach 70er-Jahre-Albtraum aussah und heute wieder state of the art ist; Makramee-Eule, Cord-Schlafcouch, braune Wände, orange-braune Tapete mit Amöbenmuster, dunkelbraune Schneider-Kompaktanlage, Papierkugellampe, Klappzahlenwecker usw.

Uwes kleinwüchsige Halbgeschwister mit Down-Syndrom verteilten an alle aus einem großen Sack Modeschmuck-Armbändchen mit Applelogo auf buntem Strass, um – wie sie sagten – »die Community zu stärken«. Schräg, dachte, aber ich habe mir auch eins ums Handgelenk gelegt. Sah trotz seiner Schrägheit aber dennoch sehr kleidsam aus und war mal was anderes als immer nur die langweiligen T-Shirts mit »mactreffen Hassenichgesehen zwotausendhmpfzig«.

Viele Forumsmitglieder waren schon da und feierten, den größten Teil kannte ich aber noch nicht. Das war auch erstmal zweitrangig, denn ich hatte den ganzen Tag schon einen ziemlich üblen Harndrang, und der einzige Abort – ein sehr strange aussehendes dunkelbraunes Behindertenklo und schräg davor rechts und links ein Miniaturklöchen (für die kleinwüchsigen Halbgeschwister mit Down-Syndrom, vermutete ich) – war andauernd besetzt, und Truth meinte: „Ach Kumi, geh einfach durch den Garten nach oben auf den Hügel in den Wald, da kannste in aller Ruhe Pipi machen.“

Ging aber auch nicht, weil der Wald voller Zelte stand, eins neben dem anderen (einige aus glänzendem Leder – WTF!?) und hinter jedem Baum ein christlicher Jugendlicher und sein heiliger Betreuer beim Beten (ja, beim Beten, ihr Ferkel). Es war das KJG-Bundesjahrestreffen mit Musik, Workshops, einer Menge Alkohol und Weit-/Hochpisswettbewerben. Keine Frauen. Ein besoffener Frommer beispielsweise konnte durch die Kraft des Gebets mindestens 6 m hoch pissen. Hut ab vor dieser Leistung, aber in solch einer Gesellschaft wollte ich nun doch nicht gesehen werden, geschweige denn den Wurm rausholen. Also wieder zurück ins Haus!

Scheiße, immer noch besetzt! Also wartete ich, bis die Toilette endlich frei wurde. Der Rest ging dann auch sehr fix und ich konnte dann auf diesem unbequemen Pott sitzpinkeln und abtupfen, mit den Füßen auf dem Miniklo …

Nach dem Wasserlassen schnappte ich mir ein Bier, ging ich ins Wohnzimmer, um mich dann in aller Ruhe umzuschauen. Alle waren da; Tempo, der Gevatter (mit eigener Kiste Nittenauer Bier auf dem Rücken), aljen mit einem Haufen Kameras, chrisB, Falkonos, kt007, Mactivity, Carlitos usw., die einem Kapellchen der örtlichen Behindertenwerkstatt lauschten, das auf mundgemachten Instrumenten Metallica-Interpretationen spielte, dirigiert von StefanK. Interessant …

Mein Freund und Frisör Michael kam als Letzter, sah aber dafür richtig Scheiße aus, weil er vor der Party noch kurz beim Frisör war. Fies angeklatschte sämige Hängehaare mit schmierigem Mergel drin, unglaublich. Keine Referenz für seinen Salon. Ich wuselte erst einmal ordentlich mit beiden Händen in Michaels Haar herum, um das wieder in Ordnung zu bringen, zum Applaus aller Beistehenden, die die Frisur auch ziemlich Scheiße fanden.

Als ich dann mit Schrecken bemerkte, daß ich zu einem Mac-Forumstreffen ohne MacBook, Festplatten und iPhone gefahren war, bin ich schreiend aufgewacht.

Und als Allererstes aufs Klo gerannt 😉

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2 Gedanken zu “Ich träume auch immer einen Scheiß …

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