Doodle Noodle

Dass sich Leute, die in einer Vorlesung oder beim Telefonieren scheinbar sinnlos vor sich hin kritzeln, sich besser konzentrieren sollen können, hat eine Studie , an der die US-amerikanische Psychologin Jackie Andrade mitwirkte, ergeben. Klingt für mich plausibel, weil ich auch so gern kritzel. Andere Psychologen sagen auch, dass die Kritzeleien viel über die psychischen Befindlichkeiten aussagen können, beispielsweise Position und Zeichenrichtung der Kritzeleien: Ein Bild in der unteren rechten Ecke deutet auf mangelndes Selbstbewusstsein hin; Einer, der von links nach rechts kritzelt, ist ein Schöngeist. Oder einer, der gradlinige Muster oder Häuschen malt, ist ein rationaler und kühler Rechner, Kringel oder Spiralen, die von innen nach außen laufen, weisen auf unterdrückte Leidenschaft und Pläne hin. Das klingt mir nun wieder nicht wenig nach Graphologie und ähnlicher psychologischer Kaffeesatzleserei, also nicht so ganz plausibel für mich.

Egal. Gestern fand der Öffentlichkeitsarbeitskreis der Waldorfschule ausgerechnet im Raum für den katholischen Reliunterricht statt. Keine Ahnung, ob das unterdrückte Leidenschaft oder leise atheistische Rebellion war, aber bei dieser Geballtheit an irrationalen Überzeugungssystemen auf einem Haufen konnte ich anscheindend nicht anders, als das hier neben diversen Spiralen, Kringeln usw. von links nach rechts und wieder zurück zu kritzeln:

Ich hätte es gerne noch auf die Tafel gemalt (dann wäre sicher vor Schreck der Putz von der Wand gerieselt), aber dazu hatte ich keine Zeit mehr.

Ramen.

3 Gedanken zu “Doodle Noodle

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