Was für ein Land …

… ist das eigentlich, in dem man bei schönstem Wetter das Haus verlässt und am Markstand gegenüber auf so etwas blicken muss?

Ist es Kunst, die mir verborgen blieb? Eine Metapher auf die Vergänglichkeit der Schönheit, auf die Schwerkraft, Falten und Gewichtszunahme, oder auf Altersdiskriminierung und Jugendwahn? Trägst du solche Unterhosen, ist es aus? Vorbei? Früher String, heute Stütz?

Oder ist es wieder gut zu wissen, dass es die Unterhose gibt? Ich möchte den großen Robert Gernhardt zitieren:

Dich will ich loben, Hässliches,
Du hast so was Verlässliches.

Das Schöne schwindet, scheidet, flieht,
fast tut es weh, wenn man es sieht.

Wer Schönes anschaut, spürt die Zeit,
und Zeit meint stets: Bald ist ’s so weit.

Das Schöne gibt uns Grund zur Trauer,
das Hässliche erfreut durch Dauer.

Wer weiß …

Aber immerhin ist die Frau mit der Drehorgel noch nicht aufgekreuzt (sie wird doch wohl nicht krank sein, ich vermisse es fast schon, schreiend die Fenster zuzuwerfen, weil unten »I had a Dream« losorgelt), ihr würde ich die Unterhose gönnen.

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