Ach, lass stecken.

Der Parkhausfrequentierer mit Hang zum klaren Ausdruck in der heimischen Sprache muss am Kassenautomaten im Parkhaus der Klinik Leverkusen-Schlebusch schon schwer an sich halten, weil: so ein Hals ist nicht gesund für den Blutdruck und kann zu schweren Erektionsstörungen und Speichelfluss führen.

Ein Grafikpolizist aber steht da, wundert sich kurz und zückt sein mobiles Fernkommunikations-Fotografie-Spiel-Device.

»Bitte Karte stecken!«

… lautet die knappe Aufforderung (deren Ausrufezeichen das »Bitte« meines Erachtens sofort wieder aufhebt). Ja, wie jetzt? Stecken lassen, der Gattin zustecken, in die Steckdose, ins Bett, in Brand? Oder was? Ach sooo, in den Schlitz des Kassenautomaten. Gut, das Piktogramm sagts ja eigentlich, aber kann man das nicht in klarer Sprache ausdrücken? Sieht der Bildschirm deshalb so aus, aus sei er in linguistischer Wut bespuckt worden? Steht vielleicht deshalb im Display oben rechts der Anforderungsbutton mit der Aufschrift »Sprache?«, sozusagen als Korrekturknopf für den Wortschatzfreund? Ich habs nicht ausprobiert, vielleicht hätte danach nur noch »Schieben!« da gestanden, wer weiß.

Konsequenterweise hätte der Automat als Diktat zur Entrichtung der Parkgebühren »Bitte Geld schmeißen!« anzeigen müssen. Hat er aber nicht. Schade, soviel Mut zur Lücke sollte schon sein.